ÄOLISCHE INSELN

    Geposted von Giuseppe Martino am

    Die Äolischen Inseln verdanken ihren Namen dem Gott der Winde, Aeolus. Es scheint, dass sich der Gott vor langer Zeit hier (genauer gesagt auf Lipari) niedergelassen hat und durch die Beobachtung der Wolken, die wahrscheinlich aus dem Vulkan Stromboli aufstiegen, die Wetterbedingungen vorhersagte. Der Archipel mit seiner berühmten Y-Form liegt etwa vierzig Kilometer vor der Küste Nordsiziliens und kann an den Tagen, an denen er am besten zu sehen ist, von der sizilianischen Küste aus in seiner ganzen Pracht bewundert werden. Sie besteht aus sieben Inseln, die jeweils von Felsen oder Felsvorsprüngen begleitet werden, die ihren Charme und ihr Geheimnis noch verstärken. Ja, dieses Land hat wirklich etwas Besonderes an sich: Dank einer immer noch sehr regen vulkanischen Aktivität wirkt es fast wie ein lebendiges Wesen, das sich bewegt und wütend wird, wenn man es am wenigsten erwartet. Bei Stromboli zum Beispiel spricht man immer noch von der kleinen Insel, die auftauchte und sofort wieder in den Abgrund zurückkehrte. Und wie wäre es mit der Insel Vulcano, wo die Nächte noch immer von glühenden Strömen und Lapilli erhellt werden, wo es rumpelt und donnert, die aus dem Zentrum der Erde kommen, und wo natürliche Becken mit brodelndem Schwefel gefüllt sind, der aus dem Boden quillt. Aber das Feuer ist nicht das Einzige, was diesen Archipel beherrscht: Es gibt auch sehr süße Inseln wie Panarea und Salina, die kleinen Lavastraßen, die man auf dem Rücken von Maultieren durchqueren kann, die unberührte Natur, der Duft des Malvasia. Und dann ist da noch das Meer, das kobaltblau wird, wo die Klippen versinken, oder kristallklar bleibt und mit dem feinen Sand und den von der Brandung gerundeten Kieseln spielt. Es ist ein lebendiges Meer voller Fische und Krustentiere, das sich im Wind regt und kräuselt und in der Sonne entspannt und den Fremden, der gekommen ist, um es zu begrüßen, wie einen Freund aufnimmt. Auch Spuren und archäologische Überreste bereichern diese Orte, die seit jeher umkämpft und bewohnt sind, ein untrügliches Zeichen für die starke Seele, die die Menschheit hier mit einem festen Griff hält, den die Ereignisse der Zeit nicht lösen können.


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